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einFrauenKörperHeilungsBlog

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21. Juni 2016
von Ilan
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Das mit der Hingabe #4

In Das mit der Hingabe #3 haben wir unser Denken und unsere Bilder zum Thema Grenzen-Setzen verändert – herausgelöst aus einer Konditionierung, die uns einredet, unterlegen zu sein.

Was fehlt jetzt noch?

Dass sich unsere Körper und Gefühle verändern…

Beginnen wir mit dem Körper – mit unserer Bewegung, Atmung und Körperhaltung.

Diese drei Aspekte spiegeln, ob wir uns in uns selbst sicher fühlen oder nicht, ob wir unsere Grenzen verteidigen werden, wenn es nötig ist, oder ob wir fürchten müssen, „uns selbst im Stich zu lassen“.

Wenn wir unsere Bewegung, Atmung und Körperhaltung verändern, verändern wir automatisch unser Selbstbild bezüglich Grenzen-Setzen.

Aus einer Körper-Botschaft von „Hoffentlich passiert mir nichts.“ kann so wieder eine Tigerin werden, die ruhig durch ihren Dschungel streift. Hat sie Angst? Ja, wenn es gefährlich wird. Leidet sie an Nervosität, Misstrauen, Sorgen und Kontrollzwängen? Nein, eben nicht.

Wie nehmen wir auf unsere Körper-Botschaft Einfluss?

Indem wir uns so bewegen, so atmen lassen und so aufrichten, wie es NICHT unserer Konditionierung entspricht. Weiterlesen →

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17. Mai 2016
von Ilan
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Das mit der Hingabe #3

Hier kommt die Fortsetzung von Das mit der Hingabe #2!

Die Frage lautet: Wie reparieren wir unsere Grenzen?

Bisher haben wir gelernt, unsere Sehnsucht nach mehr Hingabe neu zu lesen: als eine Frage von Grenzen. Wo wir uns sexuell nicht öffnen, wo wir nicht vertrauen können, liegt dahinter häufig ein Schleier der körperlichen Angst um unsere Grenzen.

Wenn wir uns nicht hingeben können, dann üben wir, uns zu schützen. Hier ergeben sich 4 Ebenen, auf denen wir ansetzen.

Um unsere Grenzen zu reparieren, ändern wir…

  1. Unser Denken („Mindset“)
  2. Unsere Bilder – Klischees, Ideen und Erwartungen, wenn es darum geht, Grenzen zu verteidigen.
  3. Unseren Körper (Atmung, Haltung, Stimme und Bewegung)
  4. Unsere Gefühle

Jeder Heilungsweg ist anders. Aber jeder Heilungsweg wird diese 4 Ebenen berühren, bewegen und verändern.

***
1. Unser Denken („Mindset“):

Radikales Umdenken. Damit beschäftigen sich die beiden Blogposts Das mit der Hingabe #1 und Das mit der Hingabe #2. Wo das Thema Hingabe auftaucht, verweist es auf die eigentlichen Fragen: „Bin ich hier sicher? Mit mir? Mit dir?“

Ein einfaches Ja oder Nein, welches unsere Körper in den Bruchteilen einer Sekunde wissen, ist im menschlichen Alltag zu einem komplizierten Minenfeld aus Zweifeln und Strategien geworden… Weiterlesen →

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30. März 2016
von Ilan
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Das mit der Hingabe #2

In Das mit der Hingabe #1 haben wir gesehen, dass nicht Hingabe selbst zu mehr Hingabe führt, sondern Grenzensetzen.

Die moderne Forschung, die sich mit dem „Design“ unseres Nervensystems beschäftigt, beschreibt als Formel für natürliche Hingabe diese Reihenfolge:

1.Schritt: Sicherheit (Schutz meiner Grenzen)
2.Schritt: Annäherung (Knistern… Kontakt…)
3.Schritt: Berührung (inkl. HINGABEvoller Sex)
4.Schritt: Bindung (ein gemeinsames Revier – und vielleicht Nestbau und kleine Babys
:-))

Wir können also zusammenfassen, dass unsere Kultur die umgekehrte Reihenfolge von dem praktiziert, was unseren natürlichen Impulsen entspricht.

Wir glauben nicht unseren Körpern, sondern den romantischen Märchen unserer Zeit: Perfekte erotische Hingabe führt zu Verbindung und Vertrauen, zu Geborgenheit und dem Gefühl, durch den Anderen beschützt zu sein.

Leider nützt mir wenig, wenn mein Held nach dem Sex bereit ist, sich vor mich zu werfen, um die Kugeln abzufangen. Mein Nervensystem schlägt dennoch Alarm. „Er war einfach nicht der Richtige.“ werde ich später sagen.

Wir lernen das Gegenteil von dem, was uns leichtfiele. Kein Wunder, dass es uns schwerfällt. Weiterlesen →

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19. Februar 2016
von Ilan
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Das mit der Hingabe #1

Wie leicht das alles sein könnte.

Wir strampeln uns aus unserer Kleidung, aus dem Alltag und der Arbeit, werfen uns aufs Bett, küssen und spüren uns und… hören auf zu denken. Wir lassen die Kontrolle fallen und tauchen selig unter in einem Meer aus Verbindung und Vertrauen. Wir lösen unsere Grenzen und Schalen, unseren Schutz, wir machen uns körperlich weit auf und werden zu einer weichen Welle aus Atmen und Fühlen, aus Pulsen und Klängen und Körpern im Raum.

Wir lassen uns los, bis wir uns finden…

Wie leicht das alles sein könnte.

Warum ist es dann so schwer?

Warum halten wir fest, statt uns hinzugeben?

Wie konnte sich auch nur ein einziger nervöser Gedanke in unsere Betten schleichen – wie kann es sein, dass wir die größten Ekstasen unseres Lebens nicht bewahren konnten vor einem Berg aus To-Dos, Sorgen und Ablenkung? Weiterlesen →

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8. Januar 2016
von Ilan
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Kegel-Übungen 2.0 #2 – Wie das CANTIENICA®-Beckenbodentraining unser Körpergefühl verwandelt

In Kegel-Übungen 2.0 #1 haben wir gesehen, wie herkömmliches Beckenbodentraining funktioniert.

In diesem Text möchte ich demgegenüber das CANTIENICA®-Beckenbodentraining beschreiben. Ich orientiere mich dabei anatomisch an einem weiblichen Becken – das Thema Beckenboden ist aber auch für Männer eine Fundgrube.

Klassische Schulen für den Beckenboden bauen die Muskelspannung vorne im Becken auf, und zwar weit unten, im Bereich der Klitoris und Harnröhre, und ziehen diese Kraft dann entlang der Vagina nach oben.

Um es kurz zu machen: Die CANTIENICA®-Methode setzt exakt anders herum an. Sie „startet“ die Muskelaktivität innen und oben im Beckenraum, und die Achse dieser Kraft befindet sich über dem Anus statt in der Vagina (also insgesamt eher hinten als vorne).

Bei diesem Vorgehen aktiviert sich die innerste der drei Beckenbodenschichten zuerst – der sog. „Levator Ani“. Übersetzt ist das der „Anusheber“. Dieser Levator Ani avancierte zum Superstar der modernen Beckenboden-Forschung. Er ist mit Abstand die kräftigste und größte Schicht des Beckenbodens und vereint in sich die Power von fünf Muskeln (die komplizierte lateinische Namen haben). Diese fünf Muskeln wiederum bilden mit jeweils einem rechten und einem linken Strang gemeinsam eine elastische Schale für unsere Beckenorgane.

Nun wissen wir also, dass der Levator Ani komplex zusammengesetzt ist. Aber was macht ihn so besonders? Weiterlesen →

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3. Januar 2016
von Ilan
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Tantramassage nach sexuellem Missbrauch? #5/Teil 3 – Wie wir Vertrauen einladen

Im letzten Posting haben wir gesehen, wie wir das SETTING einer Yonimassage nach sexuellem Trauma anpassen können. Hier beschäftigen wir uns mit der tantrischen ATMOSPHÄRE. Wir können diesen Bereich in vier Aspekte unterteilen:

*Vertrauen
*Nacktheit
*geschlossene Augen
*Stille – Sprachlosigkeit

Wir beginnen am Anfang… Wie wir Vertrauen kreieren können:

Sexualität nicht mit fremden, sondern mit vertrauten Menschen zu erkunden, ist nicht immer eine kulturelle Konditionierung. In unseren Instinkten ist das Bedürfnis verankert, dass wir uns mit unserem Gegenüber sicher fühlen wollen, bevor wir uns in verletzliche Positionen begeben. Weiterlesen →

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22. November 2015
von Ilan
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Geschenke an die Selbstliebe #2 – Tricks sind heilig

In Geschenke an die Selbstliebe #1 ging es um die allgemeinen Schwierigkeiten, die einer Praxis für mehr Selbstliebe im Wege stehen können. Außerdem habe ich vier Faktoren genannt, die uns helfen, neue Dinge umzusetzen, auch wenn sie… nun ja, eben gut für uns sind:-)

Hier kommt eine Zusammenstellung von vier feinen weiteren Möglichkeiten, um über die innere Mauer zu klettern – um sich mit einem Date der Selbstliebe zu überraschen. Oder um eine selbstliebes-hungrige Freundin zu beschenken? Jedenfalls eigens von mir erprobte Delikatessen.

Die folgenden Tools stammen aus unterschiedlichen Richtungen und haben jeweils einen eigenen Schwerpunkt. Ich hoffe, dass in dieser Liste ein paar Inspirationen für dein „Projekt Selbstliebe“ stecken!

Ich sage also nicht, dass diese Tools und Tricks für alle Frauen funktionieren. Heilungswege haben einzigartige Phasen und brauchen zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche „Manöver“. Aber ich sage, dass es einen Versuch wert ist, sobald dein Bauchgefühl JA dazu sagt, und ich sage auch, dass es heilsam und heilig ist, zu forschen, zu testen und zu spielen.

1.)
Yellas „Kurzanleitungen“ – smarte Reiseführer in die Räume der weiblichen Sexualität

2.)
Cocos DVD „Sensuous Workout“ – Körper-Flow für sinnliche Entdeckungen

3.)
Gitta Arntzens CD „Wie sie´s mag“ – explizite Einladung zum Self-Pleasuring*

4.)
Dami Charfs Homepage und Online-Angebot nach Traumata – eine Fundgrube für Traumheilung und… Selbstliebe. Weiterlesen →

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22. November 2015
von Ilan
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Geschenke an die Selbstliebe #1 – Eine zärtliche Pragmatik

Nicht wahr, das haben wir schon oft gehört:

„Reserviere Zeiten, in denen du nicht gestört wirst und in denen du deinen Körper und deine Sexualität in Ruhe kennenlernen und erforschen kannst. Zum Beispiel, indem du sinnlich tanzt, dich mit einem luxuriösen Bad verwöhnst, deinen ganzen Körper eincremst und massierst oder dir einfach Zeit für Self-Pleasuring* nimmst… So wirst du mit deinen Empfindungen und Vorlieben immer besser vertraut zu werden. Und wenn du deinen Körper kennst und magst, fällt es dir auch viel leichter, deine Wünsche mitzuteilen…“

Klingt logisch. Und stimmt auch.

Meistens ist das aber gar nicht der Haken bei der Sache.

Denn für die viele von uns ist die Umsetzung schwerer als die Einsicht. Häufig höre ich von Frauen, dass sie ja wüssten, wie wertvoll körperliche Selbstliebe für sie wäre… und dennoch schaffen sie es nicht, sich diesen Raum freizuhalten.

Woran liegt das? Weiterlesen →

Schneckenhaus kein Umfluss

3. November 2015
von Ilan
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Tantramassage nach sexuellem Missbrauch? #5/Teil 2 – Wie wir das perfekte Setting kreieren

In #5/Teil 1 habe ich einen Überblick über 18 Aspekte gegeben, in denen wir eine Yonimassage an die Bedürfnisse nach sexuellem Trauma anpassen können. Hier folgt die Darstellung der ersten 4 Aspekte.

Sie betreffen das Setting der Massage und sind:

*das Tempo
*die Position im Raum
*die Position des Körpers – Rückenlage
*die Beleuchtung

Viel Spaß beim Lesen und Forschen und… bei der Yonimassage:-) Weiterlesen →

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24. Oktober 2015
von Ilan
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MOSH MEDITATION #2 – eine Körpermeditation für genitales Bewusstsein

Diese MOSH-Meditation* vertieft unser genitales Bewusstsein in einer nicht-sexuellen, rein körperlichen Art. Wenn wir heilen, ist wesentlich, dass wir unsere Yoni** unabhängig von Sex und „sexuellem Funktionieren“ anerkennen, berühren und spüren können.

Dafür üben wir, etwas zu spüren, das wir „eigentlich nicht spüren können“ – unser Bewusstsein „sickert“ in mehreren Schichten durch die unterschiedlichen Qualitäten unserer Körperstrukturen.

Diese Körper-Meditation besteht aus einer zärtlichen Überforderung für unser Bewusstsein, sie kitzelt uns weit über unseren gewohnten Tellerrand hinaus*** – die Grenzen zwischen Körper, Wahrnehmung und Vorstellung verschwimmen… und indem wir uns darauf einlassen, entdecken wir körperliche Wahrnehmung unterhalb von Sprache und „Das kann ich schon.“ noch einmal neu.

Viel Spaß beim Spüren, Forschen und Finden! Weiterlesen →